Lecksucht beim Hund – auch „LickiFits“ genannt
Unter Lecksucht oder umgangssprachlich LickiFits versteht man ein zwanghaftes, wiederholtes Lecken bei Hunden, häufig an Pfoten, Beinen oder bestimmten Oberflächen. Dieses Verhalten dient oft der Selbstberuhigung und kann bei Stress, Langeweile, Angst oder Unterforderung auftreten. Beim Lecken werden im Gehirn Endorphine freigesetzt, was kurzfristig entspannend wirkt – ähnlich wie bei einer Sucht.
Problematisch wird es, wenn das Lecken exzessiv wird: Hautreizungen, Entzündungen oder sogenannte Leckgranulome können die Folge sein. Neben psychischen Ursachen kommen auch körperliche Auslöser wie Allergien, Schmerzen oder Parasiten infrage.
Wissenswert ist, dass LickiFits in manchen Fällen auch mit Magen-Darm-Beschwerden zusammenhängen können. Sodbrennen, Übelkeit oder eine Reizung der Magenschleimhaut äußern sich bei Hunden teils durch zwanghaftes Lecken, häufiges Schlucken oder glucksende Geräusche. In diesem Zusammenhang zeigen viele Hunde auch ein verstärktes Bedürfnis, Gras zu fressen, um das unangenehme Gefühl im Magen zu lindern.
Eine erfolgreiche Behandlung setzt daher immer an der Ursache an: mehr geistige und körperliche Auslastung, Stressreduktion, eine angepasste Fütterung sowie – falls nötig – eine tierärztliche Abklärung. Frühzeitiges Erkennen ist wichtig, um aus einem anfänglichen Stress- oder Körpersignal keine chronische Verhaltensstörung werden zu lassen.